Unsere Verpackungscheck-Analyse (Gefahrgut) durch worldwatchers

Die Welt der Verpackungen mit Gefahrgutzulassung ist eine eigene. Warum? Es ist davon auszugehen, dass Verpackungen für die Befüllung von Gefahrstoffen nach der Nutzung in der Verbrennungsanlage landen. Somit wird der Vorteil der Recyclingfähigkeit oder Mehrwegverwendung nicht genutzt. Deswegen sieht das CO2e-Rankging des Verpackungschecks anders aus.

Verpackungscheck-Analyse durch worldwatchers

Die Verpackungscheck-Analyse ist von Kunz-Packaging beauftragt. worldwatchers hat die Analyse als unabhängige Organisation durchgeführt. Es werden dafür Materialien verglichen, die typischerweise für Gefahrgutverpackungen, wie zum Beispiel chemisch-technische Füllgüter, verwendet werden.


Für den Vergleich werden die Product Carbon Footprints mit der bottom-up Berechnungsmethode und dem Berechnungsrahmen „cradle to grave“ von je 1l Flasche aus HDPE Mono-Material, HDPE 6-Schicht, Aluminium, Weißblech, PET Mono-Material und Glas kalkuliert.


Es werden folgende Annahmen definiert:

  • Alle Flaschen sind mit dem gleichen Deckel ausgestattet. Der Deckel besteht aus 13 Gramm HDPE und die Dichtscheibe aus einem Gramm Alu/PE.

  • Alle Flaschen, außer die HDPE 6 Schicht Flasche werden in Deutschland hergestellt, da keine weiteren Angaben der anderen Hersteller vorliegen. Die HDPE 6-Schicht Flasche wird laut Kunz-Packaging in Frankreich produziert.

  • Die Transportentfernungen sind mit 500 km im Durchschnitt zum Befüller, weitere 500 km zum Point of Sales (POS) und 100km zur Verbrennungsanlage (Grave) festgelegt.

  • Zusätzlich müssen folgende Rahmenbedingung für eine Product Carbon Footprint Analyse für Gefahrgutverpackungen festgelegt werden:

  • In einer Product Carbon Footprint Analyse wird ein geschlossenes System betrachtet. D.h. alle Flaschen müssen aus Primärmaterial gewonnen werden, da die Gefahrgutverpackungen aufgrund des gefährlichen Inhalts nicht recyclingfähig oder wiederverwendbar sind.

  • Bei der thermischen Verwertung des Kunststoffs wird Wärme erzeugt, die Turbinen zur Energieerzeugung antreiben können. Dieser Strom wird den umliegenden Haushalten und Unternehmen zur Verfügung gestellt. Rechnerisch wird dieser positive Effekt dem CO2e-Wert des Kunststoffs abgezogen.


Damit liegt das Aluminium mit dem 5-fachen CO2-Äquivalente (CO2e) Ausstoß vor den zwei-HDPE Varianten und stellt für alle Unternehmen, die Gefahrgutverpackungen kaufen ein wesentliches Optimierungspotential des Product Carbon Footprints dar. Auch Glas und Weißblech zeigen einen 1,5-fachen CO2e-Ausstoß gegenüber der zwei HDPE Varianten auf.

Die Analyse zeigt auf, dass bei der Auswahl der Gefahrgutverpackung Unternehmen eine wichtige Entscheidung für die Umwelt treffen und signifikantes Optimierungspotential im eigenen Product Carbon Footprint realisiert werden kann.


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